Gespräch des Bezirksvorstandes mit der Führung der IHK Nord –Westfalen: Aufforderung Reformen weiter voranzutreiben
Hendrik Wüst MdL aus Rhede und Sven Volmering aus Bocholt mit Karl Schulte – Uebbing (links) und Hans Bernd Felken (rechts)Münster Um in einen zukünftig verstärkten Kontakt einzutreten trafen sich am 23. Februar 2006 der Bezirksvorstand der JU im Münsterland mit der Geschäftsführung der Industrie- und Handelskammer Nord – Westfalen.
Als Zeichen dafür, wie wichtig auch den Vertretern der Wirtschaft der Kontakt mit der JU ist, wertete der Bezirksvorsitzende Sven Volmering neben der Anwesenheit des Hauptgeschäftsführers Karl Schulte-Uebbing die Anwesenheit des Geschäftsführers für Internationale Kontakte und Dienstleistungen Prof. Dr. Bodo Risch und des Geschäftsführers der Bocholter IHK Hans-Bernd Felken.
Hauptgeschäftsführer Schulte Uebbing, der erst zu Beginn des Jahres diese Aufgabe übernahm begrüßte an die 20 JU-ler mit einem kurzen Überblick über die Aufgaben und die Struktur der IHK Nord – Westfalen. Ergänzt wurden diese Ausführungen von Prof. Bodo Risch durch Einblicke in die Exportstärke des Münsterlandes. „Im Münsterland hängen 140.00 Arbeitsplätze direkt und indirekt am Export ins Ausland“ berichtete Risch „im Vergleich zu den 670.00 Arbeitsplätzen insgesamt ist das schon ein bedeutender Anteil, aus dem mit 13 Milliarden Euro mehr Geld erwirtschaftet wird als in Schleswig Holstein durch Export generiert wird“.
In einer angeregten Diskussion wies der Volkswirt zudem auf eine stabile Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2006 hin. „Die Regierungswechsel in NRW und im Bund, die Fußball Weltmeisterschaft und Vorzieheffekte der Mehrwert–Steuer Erhöhung in den kommenden Jahren werden der Wirtschaft 2006 konjunkturelle Impulse geben“ prognostizierte Risch.
Angesprochen auf die Problematik zunehmender Abwanderung in östliche Staaten differenzierten Risch und Schulte Uebbing diese Abwanderung in zwei Kategorien. Es gebe die Abwanderung aus Marktargumenten, die sich auch verstärke wenn die Bedingungen in Deutschland und dem Land in das zugewandert werde vollkommen gleich wären und die Abwanderung die durch die „Killermotive“ Steuern, Arbeitsmarkt und Bürokratie motiviert sei. „Trotzdem will ich sie ermuntern weiter Reformen voranzutreiben“ so Prof. Bodo Risch.“
JU Landesvorsitzender Hendrik Wüst bat die Vertreter der IHK eindringlich: „Bei der Neuausrichtung der Union brauchen wir ihre Hilfe als Vertreter der Wirtschaft, sonst wird die Ausrichtung der CDU zu Lasten der Jungen Generation gehen.“ Diese Unterstützung und einen weiteren Dialog sicherte Schulte Übbing den Anwesenden zu.